Letschiner Heimatstuben

Letschin

Letschin gilt als die heimliche Hauptstadt des Oderbruchs.

Das Oderbruch erhielt im Jahr 2022 als erste Kulturlandschaft das Europäische Kulturerbe-Siegel. Die Siedlungsgeschichte des größten besiedelten Flusspolders Europas hat sich in einer außergewöhnlich hohen Dichte an Baudenkmalen niedergeschlagen: Fischerdörfer, Kolonistendörfer und Loosegehöfte sind bis heute für Besucher gut sichtbar. Und mittendrin liegt die kleine Gemeinde Letschin, dessen Ortsbild von drei historischen Berühmheiten geprägt ist.

Als Dank für die Trockenlegung des Oderbruchs wurde dem „Alten Fritz“ ein Denkmal gesetzt, welches dank des Einsatzes der Bewohner noch heute das Zentrum ziert. Mit der Trockenlegung und der Besiedlung durch Zuwanderer aus weiten Teilen Europas, legte der Preußenkönig die Grundlage für die identitätsstiftende Gemeinschaft des Oderbruchs. Und die Bevölkerung ist bis heute immer wieder durch Zuwanderung bereichert worden.

Ein weiterer großer Sohn der Stadt ist Theodor Fontane, dessen Vater eine Apotheke im Ort betrieb. Für seine Krimi-Novelle „Unterm Birnbaum“ diente dem Schriftsteller das ehemalige Wirtshaus „zum Alten Fritz“ als Vorlage.

Auch der Baumeister Schinkel hat seine Spuren in Letschin hinterlassen. Der Schinkelturm - Überreste der im Krieg zerstörten Kirche - beherbergt eine kleine Ausstellung.

Die Letschiner Heimatstuben sind das Geschichts-, Veranstaltungs- und Begegnungszentrum der Gemeinde. Sie bilden zugleich einen der 40 Kulturerbeorte des Europäischen Kulturerbesiegels Oderbruch. Das Museum gibt Einblick in die Geschichte Letschins und seiner Ortsteile und engagiertes Personal führt kompetent durch die Ausstellung.

 

Landschaft im Oderbruch
Denkmal "Alter Fritz" in Letschin
Schinkelturm in Letschin