Kolvenburg
Die Kolvenburg, eine Wasserburg aus dem 15. und 16. Jahrhundert, liegt in Billerbeck, westlich von Münster. Sie repräsentiert den typischen Wohnsitz des niederen Adels im Münsterland und fungiert heute als Kulturzentrum des Kreises Coesfeld. In den historischen Räumen finden regelmäßig wechselnde Ausstellungen statt. Die Burg, die ursprünglich "Voetshues" und "Burg Overwater" genannt wurde, erhielt ihren heutigen Namen erst im 16. Jahrhundert. Archäologische Untersuchungen zeigen, dass die Kolvenburg Reste einer Platzummauerung, eines Turmes und eines Zwei-Raum-Hauses enthält. Die Berkel mit ihren moorigen Ufern bot im Norden Schutz vor Angreifern, während Gräben und Wälle die Verteidigung verstärkten. Die Burg wurde von Rittern aus Billerbeck erbaut, bevor die Familie Kolve um 1300 in den Ort kam. Weitere Besitzer waren die von Halthausen, die Voet, von Münster, von Oer und von Romberg. Seit dem 16. Jahrhundert wurde die Kolvenburg hauptsächlich von Verwaltern und Mietern genutzt. Zwischen 1958 und 1976 erfolgte eine umfassende Restaurierung, die den Bauzustand des späten 16. Jahrhunderts wiederherstellte. Eine Außenbesichtigung ist jederzeit möglich.


