Dyckburg-Kirche
Die Dyckburg-Kirche, offiziell St.-Mariä-Himmelfahrt, ist ein bemerkenswertes Beispiel barocker Architektur, entworfen von Johann Conrad Schlaun im 18. Jahrhundert. Ursprünglich als Kapelle für die Wasserburg Haus Dyckburg konzipiert, sind heute noch zwei Wirtschaftsgebäude erhalten. Die Kirche liegt malerisch im Ortsteil Dyckburg nahe Münster-Handorf und ist von einem einladenden Waldgebiet umgeben, das zu Spaziergängen einlädt. Historisch gesehen, befand sich hier einst eine Burg, die im Besitz von Bischof Franz von Waldeck war und militärischen Zwecken diente. Im 18. Jahrhundert ließ Dompropst Ferdinand von Plettenberg auf dem Gelände einen Herrensitz errichten, wobei Schlaun eine Kapelle nach dem Vorbild des Marien-Wallfahrtsortes Loreto in Italien schuf. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kapelle durch einen Rundbau und einen neobarocken Chorbereich erweitert. Von 1949 bis 2008 diente die Kirche als Pfarrkirche und ist seit 2012 Teil der Pfarrgemeinde Sankt Petronilla. Sie ist auf Anfrage für Besichtigungen zugänglich.

