Burgen, Parks und gute Ideen (Graveltour)
R1-Gravel-Rundtour durch den Naturpark Hoher Fläming: zu historischen Burgen, durch idyllische Dörfer, mit regionalem Genuss und inspirierenden Orten für eine nachhaltige Zukunft.
Start im Thermalsoleheilbad
Am Bahnhof Bad Belzig beginnt die Tour gleich mit einem ersten kulturellen Höhepunkt: der Burg Eisenhardt. Die eindrucksvolle Anlage thront über der Stadt und macht neugierig auf die Geschichte der Region. Am Eingangstor weist das sächsische Wappen auf die lange Zugehörigkeit zum Königreich Sachsen. Wer Zeit hat, sollte einen Abstecher in die historische Altstadt unternehmen und dem Landmarkt einen Besuch abstatten. Der von einer kleinen Genossenschaft betriebene Hofladen bietet eine Vielzahl regionaler Gemüse, Fleisch-, Wild- Bio-Produkte.
Von der Burg führt die Route auf dem Europaradweg R1 über Grubo durch stille Fläminglandschaften aus Feldern, Hecken, Wald, entlang von Obstgehölzen nach Raben.
Raben und die Burg Rabenstein
Das Naturparkzentrum lädt zur Kaffeepause ein – der Kaffeegenuss übrigens in Bio- und FairTrade-Qualität. Die Naturparkausstellung Ritterburgen, Rummeln, Riesensteine vermittelt anschaulich die Besonderheiten des Naturparks, während der Tomaten-Schaugarten eine beeindruckende Sortenvielfalt zeigt. Anschließend geht es – mit einer kleinen sportlichen Herausforderung – hinauf auf den 153 Meter hohen steilen Hagen zur Burg Rabenstein. Die gut erhaltene mittelalterliche Anlage begeistert mit beeindruckenden Wehrmauern und dem Bergfried, der am Wochenende bestiegen werden kann und einen weiten Ausblick über die Wälder des Naturparks bietet.
Auf Waldwegen geht es weiter Richtung Wiesenburg; auf halber Strecke sorgt der Jeseriger See für einen schönen Moment am Wasser. Die von Apfelbäumen gesäumte „Apfelallee“ weist anschließend den Weg nach Wiesenburg.
Wiesenburg – ein preisgekrönter Ort mit Zukunft
Angekommen, lohnt unbedingt ein Abstecher in den Schlosspark – der schönste Landschaftspark zwischen den UNESCO-Welterbe-Parkanlagen des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs und Potsdam-Sanssouci. Zwischen alten Bäumen, weiten Wiesen und sorgfältig gestalteten Blickachsen wird historische Gartenkunst zum Erlebnis.
Im historischen Ortskern erinnern Kopfsteinpflaster, Fachwerkhäuser und Feldsteinkirche an die mittelalterlichen Wurzeln des Ortes. Für seine engagierte und nachhaltige Entwicklung wurde Wiesenburg beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Ein Beispiel für den Gemeinschaftssinn ist übrigens der Bahnhof: Eine Bürgergenossenschaft bewahrte das denkmalgeschützte Gebäude vor dem Verfall und entwickelte es zu einem lebendigen Treffpunkt. Direkt neben dem Bahnhof entsteht auf dem Gelände eines ehemaligen Sägewerks das KoDorf – mit rund 40 kleinen Holz-Häusern und Gemeinschaftsflächen.
Gut Schmerwitz – der größte Bio-Betrieb im Naturpark
Über Feld- und Waldwege führt die Route weiter nach Schmerwitz. Die historische Gutsanlage verbindet heute Landwirtschaft, Handwerk und regionalen Genuss miteinander. Der Bioland-Betrieb bewirtschaftet große Flächen und betreut eine Hühnerfarm. Im Bio-Hofladen finden Besucher neben eigenen Produkten wie Eier, Nudeln, Eierlikör, Fleisch- und Wurstprodukte sowie Fruchtsäfte der Streuobstwiesen weitere Bio-Produkte.
Besonderer Anziehungspunkt auf dem Gutshof: die Töpferei Königsblau. In der Werkstatt entstehen auf der Töpferscheibe gedrehte und von Hand bemalte Keramiken. Im angeschlossenen Laden gibt es farbenfrohes Geschirr und individuelle Geschenkideen zu entdecken. Wer eine Pause einlegen möchte, kann in der Gutsküche saisonale Gerichte, Kaffee und Kuchen genießen.
Neben dem Gutshof befindet sich ein im Kern barockes, schlossähnliches Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert. Das Schloss kann derzeit nur von außen betrachtet werden, seine denkmalgerechte Sanierung ist jedoch im Gange.
Vom höchsten Berg des Flämings zum CoWorking
Anschließend führt die Route durch eine alte Allee auf den Internationalen Kunstwanderweg. Auf dem ausgezeichneten Qualitätsweg haben die Wanderer Vorrang – bitte Rücksicht nehmen! Es lohnt ein Abstecher zum 201 Meter hohen Gipfel des Hagelbergs – dem höchsten Berg des Flämings mit dem höchsten Gipfelkreuz Brandenburgs. Oben angekommen ist, bitte den Eintrag ins Gipfelbuch nicht vergessen!
Entspannt bergab rollt es sich von allein nach Klein Glien. Hier wird der historische Gutshof passiert, heute der Sitz von COCONAT – Workation Retreat, einem mehrfach ausgezeichneten Ort für Co-Working, gemeinschaftliches Arbeiten und kreative Zukunftsideen. Blickfang auf dem Hof ist ein ausgedienter Berliner S-Bahn-Waggon, Zentrum des Mobilitätscampus.





















Tour
Die Tour startet am Bahnhof Bad Belzig und führt zunächst zur Burg Eisenhardt. Von dort folgt sie dem asphaltierten Europaradweg R1 bis nach Raben.
Anschließend geht es auf einem typisch brandenburgischen Weg – einer Kombination aus Kopfsteinpflaster und Sandweg – hinauf zur Burg Rabenstein. Auf Waldwegen radeln Sie anschließend weiter über Zehrensdorf nach Lehnsdorf und Mützdorf, bevor Sie über die Landesstraße Jeserigerhütten erreichen. Auf dem Radweg entlang der Bundesstraße geht es nach Jeserig/Fläming. Die von Apfelbäumen gesäumte „Apfelallee“ weist anschließend den Weg nach Wiesenburg.
Über Wald- und Feldwege wird das Gut Schmerwitz erreicht. Auf der Kreisstraße geht es kurz in Richtung Hagelberg, nach rechts abgebogen führt die Route auf den Internationalen Kunstwanderweg. Auf dem Feldweg, führt die Strecke weiter nach Hagelberg und Klein Glien. Von dort geht es auf der Kreisstraße Richtung Borne, und auf Wald- und Feldwegen - teilweise auf der Südroute des Kunstwanderwegs - zurück nach Bad Belzig.
Diese Route ist nicht – abgesehen vom Europaradweg R1 – nicht ausgeschildert. Nutzen Sie bitte den GPS-Track.
Daten & Fakten
Bad Belzig
Bad Belzig
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Weitere Informationen
Mit der Bahn
- Bahnhof Bad Belzig (RE 7), aus Richtung Dessau sowie Berlin/Potsdam
Der Hagelberg ist der höchste Berg des Flämings, aber der Aufstieg ist wirklich machbar! Oben am Gipfelkreuz - dem höchstgelegenen in Brandenburg - den Eintrags ins Gipfelbuch nicht vergessen!
GPX-Track Burgen, Parks und gute Ideen (Graveltour)
Highlights entlang der Strecke
Bad Belzig
Burg Eisenhardt Bad Belzig
Historisches Kleinod mit Hotel, Restaurant, Museum und Galerie.
Hofladen LandMarkt
Naturparkzentrum Hoher Fläming in der "Alten Brennerei" Raben
Die Naturparkausstellung "Ritterburgen, Rummeln, Riesensteine" lädt zum Entdecken des Naturparks ein.
Burg Rabenstein
Schlosspark Wiesenburg
Schloss und Gut Schmerwitz
Töpferei Königsblau Keramik
Gut Schmerwitz Hofladen
COCONAT – Workation Retreat
Kontakte
Tourist-Information Bad Belzig
Tourist-Information im Naturparkzentrum Hoher Fläming
In der Tourist-Information im Naturparkzentrum Hoher Fläming wird Informationsmaterial über Natur, Geschichte, Tradition, Sehenswürdigkeiten und touristische Angebote des Naturparks bereitgehalten.

Touristerei Wiesenburg
Die Touristinformation „Touristerei“ ist im Sekretariat der Gemeinde Wiesenburg/Mark im Rathaus untergebracht, direkt gegenüber dem Schloss.
Neben Auskünften rund um Wiesenburg können Besucher dort auch Souvenirs sowie regionale Produkte aus der Gemeinde erwerben. Der Schlossturm ist zugänglich und bietet einen wunderbaren Ausblick. Der Eintritt ist kostenlos.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke:
- Eiscafé zur Postmeile, Bad Belzig
- Burgwirtschaft, Bad Belzig
- Gasthaus Hemmerling, Raben
- Familienhotel Brandtsheide, Jeserig/Fläming
- Trattoria Da Dino, Wiesenburg
- Simones Café, Wiesenburg
- Eiscafé am Schlosstor, Wiesenburg
- Gutsküche, Schmerwitz













