Jakobskirche Köthen

Jakobskirche Köthen

Die ab 1400 errichtete Jakobskirche bestimmt mit ihren weithin sichtbaren Zwillingstürmen nicht nur das Stadtbild, sondern ist auch Dreh- und Angelpunkt der Stadtgeschichte.

Schon von Weitem grüßen die beiden 70 Meter hohen Türme der Stadt- und Kathedralkirche St. Jakob die Besucher der Stadt und des Köthener Landes.

Ab 1400 anstelle einer älteren Kirche gebaut, kommt die Widmung an den Heiligen Jacobus nicht von ungefähr, gilt er doch als Schutzpatron der Pilger und Handelsreisenden, die in großer Zahl nach Köthen kamen.

Durch Fürst Wolfgang von Anhalt schon früh zu den Lehren Luthers gekommen, prägte die 1596 eingeführte reformierte Konfession das Gotteshaus mit schlichter Gestaltung.

Auch wenn der Komponist Johann Sebastian Bach als Lutheraner nicht Mitglied der Jakobsgemeinde war, so verbindet seine für das Begräbnis seines verehrten Dienstherrn Leopold 1729 geschriebene und aufgeführte Trauermusik mit der Kirche. Der Sarg des Fürsten gehört zu insgesamt 40, zum großen Teil sehr prunkvoll gestalteten Särgen in der Fürstengruft unter dem Altarbereich.

Vor 150 Jahren erfolgte eine Neugestaltung der Kirche, die jüngste Innensanierung lässt das Gotteshaus wieder in farbenfrohem Glanz erstrahlen. Die Kirche ist heute Wirkungsstätte einer aktiven Gemeinde und Anziehungspunkt für viele Besucher, die u.a. den Blick von der Brücke zwischen den Türmen genießen oder etwa die an jedem ersten Samstag im Monat gezeigte Fürstengruft besuchen.

Besondere Höhepunkte sind weiterhin Konzerte, beispielsweise zu den Bachfesttagen, nicht zuletzt wegen der großartig klingenden Ladegastorgel von 1872.

Jakobskirche Köthen
St.Jakobskirche Gruft, Köthen